Welche Räume verkaufen eine Wohnung?
Wer eine Wohnung vermarktet, steht früh vor derselben Frage: Welche Räume lassen wir visualisieren, und welche nicht? Die teuerste Antwort ist „alle“. Die beste Antwort ist kürzer, denn Bilder und Grundriss haben verschiedene Jobs: Der Grundriss liefert die Fakten, also Flächen, Zuschnitt, Lage der Räume. Das Bild liefert das Gefühl, und ein Gefühl braucht man nicht von jedem Raum.
Aus über 15 Jahren Vermarktungsbildern hat sich bei uns eine klare Hierarchie herausgestellt, und sie überrascht die meisten Kunden beim ersten Projekt.
Platz 1: der offene Wohn- und Essbereich
Hier fällt die Entscheidung. Der Wohnbereich ist der Raum, in dem Käufer sich ihr Leben vorstellen, und in dem der Satz fallen soll, auf den jede Vermarktung zielt: „Hier möchte ich wohnen!“ Weil Wohnen, Essen und Küche heute meist ineinander übergehen, verkauft ein einziges gutes Bild gleich drei Funktionen mit. Entsprechend viel Sorgfalt gehört hinein: Tageszeit, Lichtstimmung, eine Einrichtung, die zur Zielgruppe passt statt zum Katalog.
Platz 2: das Bad
Das Bad ist pro Quadratmeter der teuerste Raum der Wohnung, und der mit den meisten Käuferfragen: Ausstattung, Materialien, Aufteilung. Ein präzises Badbild beantwortet diese Fragen, bevor sie im Besichtigungstermin Zeit kosten. Deshalb steht das Bad in fast jeder unserer Bildstrecken an zweiter Stelle, deutlich vor den Räumen, die im Exposé traditionell mehr Platz bekommen.
Platz 3: Schlafzimmer, Kinderzimmer, Homeoffice
Danach wird es projektabhängig. Kinder- und Schlafzimmer sind weniger Rauminformation als Zielgruppen-Signal: Ein liebevolles Kinderzimmer sagt Familien „hier seid ihr gemeint“, ein ruhiges Schlafzimmer verkauft Rückzug. Und seit einigen Jahren taucht ein vierter Kandidat regelmäßig auf: das Homeoffice. Ob sich diese Bilder lohnen, hängt an der Zielgruppe des Projekts, und genau das klären wir vor jedem Angebot.


Und der Rest? Grundriss-Arbeit.
Flur, Abstellraum, zweites Bad, Gäste-WC: alles wichtig, nichts davon braucht ein eigenes Rendering. Ein möblierter Vermarktungsgrundriss zeigt Zuschnitt und Nutzung auf einen Blick, kostet einen Bruchteil eines Innenraumbilds und beantwortet die Faktenfragen besser, als zehn Bilder es könnten. Die Kombination aus zwei, drei starken Innenraumbildern und einem guten Grundriss schlägt die komplette Bildstrecke fast immer, in Wirkung wie im Budget.


